„Zukunft statt Gas! Keine neuen Gaswerke!“

Klimaaktivisten aus dem Kreis Coesfeld – die Feuermelder – rufen zur Demo in Hamm auf.

Kreis Coesfeld. Die „Feuermelder COE“ rufen am kommenden Samstag, den 30. Mai zur Teilnahme an der Klimademonstration in Hamm auf. Unter dem Motto „Zukunft statt Gas” findet dort ab 12 Uhr eine bundesweite Demo gegen die fossilen Pläne der Bundesregierung statt. Norbert Wienke von den Feuermeldern: „Die Energiepolitik dieser Bundesregierung ist ein Rückschritt auf ganzer Linie. Wer weiter auf Öl und Gas setzt und Erneuerbare Energien blockiert statt sie zu fördern, setzt unser aller Zukunft aufs Spiel. Neue Gaskraftwerke sind keine Lösung für Deutschlands Energiepolitik.”

Rund um Hamm will – nach Auskunft der Klimaaktivisten – Bundeswirtschaftsministerin Reiche gleich mehrere fossile Kraftwerke errichten.  Allein in NRW seien sechs neue Gaskraftwerke geplant – eins von ihnen: Das Kraftwerk Gersteinwerk bei Hamm.

Gegen diese „fehlgeleitete“ Energiepolitik der Bundesregierung wird am Samstag demonstriert. Die Demonstranten wollen vor das Gersteinwerk ziehen und dort das größte menschliche Windrad der Welt bilden. Die Forderungen: „Schluss mit der Abhängigkeit! Weg vom Gas! Nur erneuerbare Energien machen uns unabhängig von Kriegen, explodierenden Preisen und den Launen von Autokraten wie Trump!“

Hinweis:

Hamm ist gut mit der Bahn erreichbar. Die Demonstration beginnt um 12 Uhr in der Nähe des Gersteinwerks in Werne bei Hamm und endet gegen 16 Uhr an der Halde Nordost. Die genaue Demonstrationsroute befindet sich derzeit noch in Abstimmung. Ab 10.30 Uhr verkehren kostenlose Shuttlebusse vom Hamm Hauptbahnhof (Ausgang Bahnhofstraße) zum Startpunkt der Demonstration. Ab 16 Uhr fahren die Shuttlebusse vom Endpunkt der Demo wieder zurück zum Hauptbahnhof.  www.die-feuermelder.de

Lesung mit Carla Hinrichs: „Die verletzte Generation“


Wie der Staat uns alle verrät!“

Mittwoch, 27. Mai 2026   /   19.30 Uhr   /   Alte Amtmannei   /   Nottuln

Die „Feuermelder“ im Kreis Coesfeld laden ein.

Carla Hinrichs, geboren 1997, wurde als Sprecherin der Klimabewegung „Letzte Generation“ bundesweit bekannt. Die studierte Juristin gehört zu den prägendsten Stimmen einer jungen Generation, die angesichts der Klimakrise zu zivilem Ungehorsam greift. Ihr Buch verbindet persönliche Erfahrungen – etwa Begegnungen mit Polizei und Justiz – mit einer grundsätzlichen Kritik an Politik und Gesellschaft.
Im Zentrum der Lesung steht die Frage, wie eine Demokratie mit Protest umgeht und welche Rolle junge Menschen im politischen Diskurs spielen. Hinrichs schildert eindringlich, warum sie den Staat in der Verantwortung sieht, künftige Generationen besser zu schützen, und warum sie Protest gegen die nicht ausreichende Klimapolitik als notwendig erachtet.



Die Veranstaltung richtet sich an alle, die sich für aktuelle gesellschaftliche Debatten rund um Klimaschutz, Demokratie und zivilen Ungehorsam interessieren. Im Anschluss an die Lesung ist eine Diskussion mit dem Publikum vorgesehen. Rund 20 Bürgerinnen und Bürger aus dem Kreis Coesfeld – alle im Alter von 55 bis 75 – bilden die Gruppe „Die Feuermelder“. Die Klimaaktivsten sind im Kreis aktiv sein und machen mit öffentlichen Aktionen auf die rasant zunehmende Erderhitzung aufmerksam. Der neue Name ist dabei Programm:
„Was tut man, wenn das Haus brennt?“
„Man betätigt den Feuermelder, weil unbedingt alles getan werden muss, um den Brand zu löschen!“ 
Und weiter: „Wir befinden uns mittendrin im Klimawandel. Die Erde bekommt Fieber!“ 
Der Eintritt zur Lesung beträgt 7 Euro.               www.die-feuermelder.de

Mit „Meine verletzte Generation. Wie der Staat uns alle verrät“ legt Carla Hinrichs ein Buch vor, das gleichermaßen persönlicher Erfahrungsbericht und politischer Weckruf ist. Es ist ein Text, der nicht distanziert analysieren will, sondern berührt, aufrüttelt und zur Stellungnahme zwingt.